Die Entstehung der Gruppe

Die Gruppe Reha 2000 wurde im Jahr 2000 von Michael Zingel, Wolfgang Kaiser und Michael Müller gegründet und gehörte bis zum März 2019 als Untergruppe zur Kolpingfamilie Meudt. In der heutigen Zusammensetzung mit den weiteren Mitgliedern Alexander Schmidt und Robert Jösch besteht die Gruppe seit 2002.

Michael Zingel und Michael Müller waren im März 2000 nach Tansania gereist, um Pater Joseph Mosha, den ehemaligen Pfarrverwalter von Meudt (1997 - 1999), in seiner Gemeinde in der Pfarrei Reha zu besuchen. Dieser Besuch machte sie aufgrund der dortigen schlechten Lebensverhältnisse sehr betroffen und inspirierte sie, die Region von Deutschland aus zu unterstützen.

Pater Joseph leistete in den folgenden Jahren aktive Entwicklungsarbeit, die u.a. von Meudt aus unterstützt wurde. Vor einigen Jahren hatte er aufgrund einer Versetzung, die Verantwortung für das Meudter Engagement vor Ort, an ein Team um Gilbert Uisso übergeben. Gilbert dient uns als Ansprechpartner vor Ort und kümmert sich mit viel Mühe und unermüdlichem Einsatz um die Entwicklung des Projektes. Pater Joseph ist leider im März 2019 nach Krankheit verstorben und wurde in seinem Orden beigesetzt.

 

Das Projekt "MeRe"

In der Region am Fuße des Kilimanjaro, fehlte es zur Zeit des Projektstarts, an jeglicher medizinischer und ärztlicher Versorgung. Es gab weder Krankenhäuser noch ambulante Krankenstationen. Das nächstgelegene Krankenhaus (Huruma Hospital) liegt ca. 32 km entfernt; die nächsten kleineren Krankenstationen sind die Usseri Mission ca. 7 km und Tarakea Mission ca. 8 km entfernt.

Ziel unseres Projektes ist es, die ausreichende medizinische Versorgung der Menschen in der Pfarrei Reha in Tansania/Ostafrika und den angrenzenden Gebieten zu unterstützen. Dazu wurde in der Pfarrei Reha Anfang der 2000er eine Krankenstation aus Holz errichtet, die zur ersten medizinischen Versorgung in der Region beitragen sollte.

In den Jahren 2005 - 2007 wurde eine größere Krankenstation mit Mutter-Kind-Station aus Zementsteinen gebaut. Finanziert wurde das Projekt überwiegend durch die Gruppe Reha 2000 und vielen ehrenamtlichen Helfern aus Meudt, die verschiedene Veranstaltungen und Projekte – vom Jahr 2000 bis heute – durchführten, um die entsprechenden Gelder bereitstellen zu können. Durch die Eigenleistung von Leuten in Rombo, Reha, Moshi und der Umgebung, konnten die Kosten reduziert werden. Das heißt, dass die Menschen in dieser Region bei dem Bau mitgeholfen haben, z.B. Steine gesammelt und gemauert. Weiterhin Spenden sie die Erlöse aus dem Verkauf ihrer Feldprodukte wie Mais, Bohnen, Kaffee.

Der Name der Krankenstation leitet sich aus den Anfangsbuchstaben der beiden beteiligten Gemeinden ab: „MeRe“ (MeudtReha). Am 22. März 2007 wurde die wesentlich größere, massiv gebaute Station, mit einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht und der Bevölkerung übergeben.

MCH nach neuem Außenanstrich 2017

Das Projekt ist jedoch mit der Übergabe an die Bevölkerung nicht abgeschlossen. Die Krankenstation verursacht Betriebskosten, die derzeit zum größten Teil durch die Gruppe Reha 2000 getragen werden müssen. Neben den Kosten für die fünf Angestellten (Arzt, Hebamme, Krankenschwester, Service-Personal) entstehen jeden Monat Aufwendungen für Medizinprodukte – eine jährliche Belastung von bis zu 12.500 Euro. Bis heute wurden auch immer wieder Verbesserungen und Umbaumaßnahmen durchgeführt, die zur Erhaltung der Station beigetragen haben. So erfolgte z.B. im Jahr 2017 ein kompletter Neuanstrich der Außenfassade. Weitere Umbaumaßnahmen und Anschaffungen wurden getätigt.

Umfassende Informationen und Kontaktdaten finden Sie auf den Webseiten der Gruppe unter www.reha2000.de.